Unsere grüne Zukunft

26. November 2021

Kinder beginnen bereits sehr früh, sich mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen. Durch ihre Neugierde und Begeisterungsfähigkeit sammeln sie neue Eindrücke und versuchen, die Welt um sich zu verstehen. Dies sollte man nutzen und bereits früh den Grundstein legen, damit sie eine emotionale Verbindung zur Natur aufbauen und realisieren, dass jeder Mensch für den Erhalt seiner Umwelt eine Verantwortung trägt.
Klima, Umwelt

Bild: iStock/ KatarzynaBialasiewicz

Bereits kleine Veränderungen im Alltag können viel bewirken. Und viele lassen sich spielerisch vermitteln, sodass auch zögerliche Kinder sich für den Umweltschutz begeistern können.

1. Der wichtigste Tipp vorweg: Seien Sie Ihrem Kind ein Vorbild. Kinder orientieren sich stark an ihren erwachsenen Vorbildern. Wenn die Eltern sich umweltbewusst verhalten, so ist dies auch für ihr Kind selbstverständlich. Selbst wenn die Eltern ihr Kind anhalten, keinen Müll auf den Gehweg zu werfen, seinen Müll zu trennen usw., wird sich das Kind damit schwertun, wenn die Eltern sich nicht an ihre eigenen Regeln halten.

2. Entdecken Sie die Natur gemeinsam mit Ihrem Kind. Ein Ausflug in den Wald oder Park bietet viele Eindrücke. Beobachten Sie Insekten und Vögel, versuchen Sie, Vogel- oder Pflanzenarten zu bestimmen usw. Je mehr Ihr Kind sich mit der Natur auseinandersetzt und um sie weiß, desto größer wird auch der emotionale Bezug. So spüren Kinder, wie wichtig die Umwelt ist, und sind eher bereit, sich entsprechend zu verhalten. Während des Spaziergangs können Sie auch den Müll aufsammeln, der Ihnen auf dem Weg begegnet. Machen Sie doch eine Rallye daraus: Wer am meisten aufsammelt, hat gewonnen. Da ist man doch gleich noch motivierter bei der Sache.

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3. Erklären Sie Ihrem Kind, warum bestimmte Handlungen der Umwelt zu Gute kommen. So kann es sie besser nachvollziehen und eher umsetzen. Warum sollte es beispielsweise auf in Plastik verpackte Lebensmittel weitestgehend verzichten oder den Wasserhahn nicht länger als nötig laufen lassen? Die Mülltrennung gehört für die meisten von uns bereits zum Alltag. Auch hier können Sie Ihrem Kind erklären, warum sie notwendig ist. So passt es selbst mehr auf, wenn es etwas wegzuwerfen hat.

4. Nehmen Sie Ihr Kind beim nächsten Einkauf mit. Kinder freuen sich, eingebunden zu werden. Lassen Sie es im Geschäft nach regionalen Lebensmitteln suchen. Geben Sie ihm die Aufgabe, Produkte mit speziellen Umweltsiegeln zu finden oder diejenigen mit dem wenigsten Verpackungsmüll ausfindig zu machen. Eine mitgebrachte Einkaufstasche sollte selbstverständlich sein.

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5. Licht aus, wenn man den Raum verlässt. Machen Sie es zur Regel, das Licht nur dann brennen zu lassen, wenn es benötigt wird.
Dies gilt auch für die Heizung, das Radio oder den Fernseher. Der Stand-by-Modus verbraucht ebenfalls Strom. Falls Sie Steckdosen mit Kippschalter zuhause haben, können Sie diese hier gut einsetzen.

6. Versuchen Sie, sofern möglich, auf das Auto zu verzichten. Gehen Sie zu Fuß, nehmen Sie das Fahrrad oder die öffentlichen Verkehrsmittel. Auch eine lange Busfahrt macht Spaß, wenn man zusammen unterwegs ist.

7. Falls ein Bauernhof in der Nähe ist, können Sie bestimmte Dinge auch dort besorgen. Machen Sie einen gemeinsamen Ausflug dorthin. Die Produkte sind regional und damit nachhaltiger. Am besten nehmen Sie bei schönem Wetter doch gleich das Fahrrad für den Trip.

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8. Bauen Sie doch gemeinsam mit Ihrem Kind im Garten oder auf dem Balkon ein Gemüsebeet an. So kann es die Natur unmittelbar kennenlernen und dabei zusehen, wie etwas wächst, das es selbst gepflanzt hat. Selbstangebautes Gemüse schmeckt zudem gleich noch besser.

9. Zum Thema Umweltschutz gibt es gute Kinderbücher, die Sie gemeinsam lesen können. Auf diese Weise werden ökologische Zusammenhänge nachvollziehbar und der Sinn für die Umwelt genauso gestärkt wie der Familienzusammenhalt.

10. Vielleicht bietet sogar die nächste Bibliothek eine Auswahl an solchen Büchern? Ein Trip hierher lohnt sich bestimmt und Ihrem Kind können Sie so gleich vermitteln, dass etwas nicht immer neu sein muss, um sich daran zu erfreuen. Auch das Prinzip des Teilens und der respektvolle Umgang mit Gegenständen kann hier erlernt werden.

11. Gehen Sie mit Ihrem Kind doch mal auf den Flohmarkt. Hier lernt es ebenfalls, dass auch alte und gebrauchte Dinge ihren Wert haben und es nicht immer das neueste Spielzeug sein muss. Erklären Sie ihm, dass es der Umwelt hilft, gebrauchte Gegenstände nicht wegzuschmeißen, sondern weiterzugeben, falls man sie selbst nicht mehr braucht.

12. Aus alt mach neu! Vielleicht haben Sie auch die ein oder andere Sache zu Hause, die Sie nicht mehr benötigen. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass man Dinge nicht sofort wegzuschmeißen braucht, sondern nützliche und schöne Dinge aus ihnen basteln kann. Suchen Sie sich doch ein gemeinsames Upcycling-Projekt: Bauen Sie einen Tisch aus Paletten, verschönern Sie einen alten Schrank oder nähen Sie eine kaputte Jeans zu einem Beutel um.

13. Aus vermeintlichem Müll und Resten kann ebenfalls noch etwas Schönes und Nützliches gebastelt werden. Aus Einwegflaschen kann Ihr Kind ein Sparschwein basteln, aus Klorollen einen Stiftehalter oder aus Weinkorken und Zahnstocher ein kleines Schiffchen. Sobald Ihr nächster Tetrapack leer ist, können Sie ein Vogelhäuschen basteln. So bekommt die Verpackung nicht nur eine neue Aufgabe, sondern Sie bieten auch den Vögeln eine wichtige Futterquelle für den Winter.

Nicht alles lässt sich für jede Familie umsetzen. Nicht alle können sich regelmäßig regionale Lebensmittel kaufen oder auf das Auto verzichten. Es reicht, bereits Kleinigkeiten umzusetzen, um einen Unterschied zu machen. Zusammen für unsere grüne Zukunft!

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